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Ansichten eines Pferdes

 
Ein gutes Pferd hat keine Farbe ...

Pferderassen A - F

Achal Tekkiner

  • Herkunft: Turkmenien, Kasachstan, Usbekistan
  • Stockmaß: 145 - 157 cm
  • Charakter: hohes Temperament und eigenwilliger Charakter
  • Verwendung: Rennsport, Distanzpferd für erfahrene Reiter, Dressursport, Springen
  • Verwendung: Rennsport, Distanzpferd für erfahrene Reiter, Dressursport, Springen
  • Besonderheiten: extremes Durchhaltevermögen für große Distanzen
  • Exterieur: hochedles Leistungspferd mit geradem Kopf, schlanken Hals und mittellanger, manchmal steiler Schulter; ausgeprägter Widerrist und abfallende Kruppe. Lange, widerstandsfähige Beine mit harten Hufen; manchmal wenig Tiefe, schmale Brust, verkehrter (Hirsch-)Hals, leichte Stellungsfehler; elastische, raumgreifende Bewegungen mit besonders gutem Galoppiervermögen, auch Anlage zu Pass und Tölt; Fell und Langhaar sind fein und seidig, häufig Füchse und Braune mit glänzenden Kupferton, auch Falben, Schimmel und Rappen

Der russische Achal Tekkiner ist eine Rasse antiken Ursprungs. Seine Herkunft ist unbekannt; möglicherweise handelt es sich bei ihm um einen Zweig der iranischen Turkmenen. Diverse Hinweise belegen, dass es Achal Tekkiner schon seit 500 v. Chr. gibt.

Der Achal Tekkiner ist ein echtes Wüstenpferd. Die nomadisierenden Stämme der Turkmenen haben dieses Pferd in den abgeschiedenen Hochebenen Zentralasiens schon seit mehr als tausend Jahren gezüchtet, dabei waren Qualität und Artenreinheit von ganz besonderer Bedeutung.

Der Achal Tekkiner hat ein großes Durchhaltevermögen. Er ist sehr schnell, beinahe unverwüstlich, hat kaum Ansprüche an sein Futter und erträgt extreme Temperaturschwankungen. Seine Ausdauer stellte er 1935 unter Beweis, als eine Herde von Achal Tekkinern 4300 km von Ašgabad (Ašhabad) in Turkmenistan (Anmerkung: Turkmenistan liegt am Kaspischen Meer, an der Nordgrenze des Irans) nach Moskau zog. Auf ihren Weg mussten sie in drei Tagen - ohne Wasser - ein 360 Kilometer langes Wüstengebiet durchqueren.

Der Achal Tekkiner hat prachtvolle Bewegungen und er ist in vielerlei Hinsicht ein sehr gutes Reitpferd. Sein eigenwilliges Temperament macht seine Führung allerdings sehr schwer. Das Pferd ist eng mit dem Lomud verwandt, der auch direkt vom Turkmenen abstammt. Mit 140 cm Stockmaß ist der Lomud allerdings kleiner und kompakter als der Achal Tekkiner, außerdem ist er nicht so schnell.

Achal Tekkiner



Connemara Pony

  • Herkunft: Irland
  • Stockmaß: 138 - 153 cm
  • Charakter: robuste vielseitig einsetzbare Rasse; bekannt für ihre Genügsamkeit, Widerstandsfähigkeit und Gesundheit; Connemara Ponys sind sehr wendige und zuverlässige Reitponys
  • Verwendung: Arbeitspferd, Freizeit- & Trekkingpony, Wanderreiten, Springreiten, Dressur- und Therapiepferde oder Kutschpferd
  • Exterieur: Connemara-Pferde sind kräftig gebaut und haben einen gut ausgeformten Widerrist und Rücken mit guter Sattellage

Connemara-Ponys sind irische Reitponys. Ihre Heimat, die Landschaft Connemara, liegt am äußersten Westzipfel Irlands. Sie ist feucht, karg und auch heute noch von Menschen nur dünn besiedelt. Aber seit vielen Jahrhunderten leben dort kleine Pferde halbwild in den torfigen Sümpfen und Geröllhängen. Diese Ponys wurden schon immer wegen ihrer Genügsamkeit, Gesundheit und Zuverlässigkeit geschätzt.

Connemara-Ponys sind meist zwischen 138 cm und 153 cm Stockmaß groß. Die häufigsten Fellfarben bei Connemaras sind Schimmel bzw. Grauschimmel und Falben. Es kommen aber auch Braune, Rappen, Roans (nicht aufhellende Schimmel), Füchse und Palominos vor. Füchse gelten jedoch als untypisch. Blue Eyed Creams sind nicht erwünscht.

Das Connemara ist kräftig gebaut und gut proportioniert. Es hat einen mittelgroßen trockenen Kopf mit mittelgroßen Ohren und großen Augen, schräge und lange Schultern, einen gut ausgeformten Widerrist und Rücken mit guter Sattellage, klare Beine, trockene Gelenke und harte Hufe, Röhrbeinumfang von 18 bis 21 cm.

Es verfügt über einen guten Schritt, taktreinen, schwungvollen und energischen Trab, sowie einen raumgreifenden Galopp.

Wegen der Kreuzung mit verschiedenen Pferderassen (Berber, Araber, Welsh-Ponys, Englisches Vollblut, aber auch Kaltblut-Rassen) sind die Connemara-Ponys im Erscheinungsbild nicht mehr eindeutig. Es gibt heute drei Typen von Connemara-Ponys:

  • Eastern-Typ (östlicher Typ): diese Ponys sind zierlich und den Arabern im Aussehen ähnlich.
  • Irish-Draught-Typ: größerer und zugleich kräftigerer Typ.
  • Clifden-Typ: Clifden-Ponys haben noch die typischen Ponymerkmale und erinnern an das yellow old pony mit der früher häufigen Falbenfarbe.

Heute wird das Connemara Pony als vielseitig verwendbarer Reitpartner geschätzt, der in allen Disziplinen des Reit- und Fahrsports eingesetzt werden kann. Es ist besonders gut für den Jagd-, Spring- und Vielseitigkeitssport geeignet, wo es sein gutes Galoppiervermögen unter Beweis stellen kann und es erweist sich als äußerst sicheres Geländepferd.

Connemara Pony



Donpferd

  • Herkunft: Russland
  • Stockmaß: 155- 163 cm
  • Charakter: sehr hart, ausdauernd, zäh, sprungfreudig, tapfer
  • Verwendung: für alles geeignet
  • Exterieur: Veredeltes Steppenpferd von elegantem Typ, allerdings eher ein vielseitiges Nutz-, denn ein Sportpferd. Mittelgroßer, trockener Kopf mit geraden oder leicht geramstem Profil, gerader Hals, manchmal auch Hirschhals, häufig etwas kurze, steile Schulter. Langer, eher flacher Rist, in einen kurzen, stabilen Rücken übergehend. Abgeschlagene, oft kurze Kruppe, tiefer, schmaler Rumpf. Trockenes Fundament, häufig etwas mangelhafte Gelenke, kurze Fesseln, harte Hufe, kein Behang. Energische Bewegungen mit wenig Raumgriff, aber von hoher Ausdauer. Farben: überwiegend Goldfüchse.

Das Donpferd war das Pferd der berühmten russischen Kosaken. Es stammt aus dem Einzugsgebiet des Flusses Don in der russischen Tundra.

Im Winter 1812 stellte es seine Fähigkeiten beim Einsatz gegen Napoleons geschlagene Armee überzeugend unter Beweis. Während die französischen Pferde an Hunger und Erschöpfung eingingen, griffen die Kosaken auf ihren Donpferden immer und immer wieder an, bis sie die Franzosen schließlich aus Rußland vertrieben hatten. Danach hatten sie noch genug Kräfte, um den langen Weg zurück nach Moskau zu bewältigen.

Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse durch Kreuzungen mit Turkmenen, Karabakh und Karabaiern aufgewertet, die mit den Donpferden zusammenlebten. Eine weitere Verfeinerung erfuhren die Donpferde durch Vollblut und durch Orlow-Traber.

Das Donpferd ist seinerseits dafür verwendet worden, die Baschkiren zu verbessern, eine vielseitige und ausdauernde Rasse aus dem russischen Baschkirien, die als Reit- und Schlittenpferd benutzt wird. Das Donpferd lieferte auch den Grundstock für den Budjonny.

Donpferd



Freiberger

  • Herkunft: Schweiz
  • Stockmaß: ca. 150 bis 160 cm
  • Charakter: gutmütiger und arbeitswilliger Charakter
  • Verwendung: Sport-, Freizeit- oder Arbeitspferd
  • Exterieur: Freiberger sind kompakte, quadratische Pferde. Der Rücken ist kurz und tragfähig. Auf dem kräftigen Hals sitzt ein ausdrucksvoller, edler Kopf. Das Gewicht der Freiberger beträgt zwischen 450 und 600 kg.

Der Freiberger ist die letzte ursprüngliche Schweizer Pferderasse und wird heute als leichtes Kaltblut oder schweres Warmblut bezeichnet. Die Wiege der Rasse befindet sich auf dem Hochplateau Freiberge (Franches-Montagnes) im Jura.

Der ursprüngliche Freiberger geht zurück auf das historische Jura-Pferd, eine sehr alte Landrasse aus dem Raum des Bistums Basel. Die Zucht von Freibergern kann zurückverfolgt werden bis etwa ins 15. Jahrhundert. Auf Basis von orientalischen und Comtois-Hengsten wurde ein kräftiges, gedrungenes Pferd gezüchtet, das jahrhundertelang in Armeen und in der Landwirtschaft eingesetzt und hoch geschätzt wurde. Erstmals schriftlich erwähnt wird das Jura-Pferd in einem Bericht über eine Zuchtpferdeschau am 17. März 1817 in Tavannes im Jura. Die Anzahl der Stuten wurde zu dieser Zeit auf 4.000 geschätzt.

Ursprünglich als Arbeitspferd gezüchtet, zeichnet sich der Freiberger durch einen gutmütigen arbeitswilligen Charakter aus. Der Freiberger ist eine der wenigen Pferderassen, bei dem diese gutmütige Charakterstärke bei der Zuchtauswahl durch den sogenannten Feldtest als wichtiges Kriterium geprüft und bewertet wird. In den verschiedenen Zuchtrichtungen zeigt sich die ganze Bandbreite seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sowohl als schweres Zugpferd, als auch als Familien- und Freizeitpferd, bis hin zum modernen Sportpferd.

Zur Zeit der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege wurden von der französischen Armee alle brauchbaren Pferde, auch in der Schweiz, requiriert. Ab 1840 bis 1850 setzte der Hauptabnehmer Frankreich mehr und mehr Militärpferde aus eigenen Zuchten ein, sodass die Zucht des Freibergers fast zum Erliegen kam. Um 1860 war die Freiberger Zucht so stark zurückgegangen, dass die Schweizer Bundesregierung beschloss einzugreifen, um den Nachschub an geeigneten Pferden für das eigene Militär zu gewährleisten. Die Freibergerzucht wurde nun durch staatliche Vorgaben beeinflusst und dokumentiert.

Bis 1950 hatte sich die Freiberger-Rasse als Armeepferd bewährt und durch die vielseitige Einsetzbarkeit in Landwirtschaft und Gewerbe in der gesamten Schweiz verbreitet. Die Freiberger-Rasse wurde zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Faktor in der Schweiz.

Heute werden Freiberger in den Kategorien Freiberger, Basisfreiberger und Urfreiberger gezüchtet. Die Unterschiede liegen vor allem im Anteil fremder Blutlinien (Araber, Warmblüter) und im Zuchtziel, also im angestrebten Aussehen und den Einsatzmöglichkeiten als Sport-, Freizeit- oder Arbeitspferd. Um für Klarheit zu sorgen ist es heute üblich bei jedem Freiberger Zuchtpferd den Fremdblutanteil in Prozent anzugeben.

Das nationale Gestüt in Avenches (nordwestlich von Freiburg oder Fribourg) ist sowohl Hengststation sowie auch Ausbildungs- und Kompetenzzentrum der Freiberger Rasse. Mehr als ein Drittel aller Freiberger Zuchthengste stehen hier im Gestüt.

Freiberger


Quelle: wikipedia.de

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